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Ilona Röpke

Ilona Röpke

Ilona Röpke (*19.03.1966) ist seit August 1993 Mitglied der Künstlergruppe Wilderers

Ob es sich nun um mit Wachsmalstiften hergestellte Grafiken oder bemalte Leinwand handelt, worauf es Ilona Röpke ankommt sind Flächendeckende Motive. Der Hintergrund ist zweitrangig und wird daher oft einfach von ihr übergangen.
Um ihre Bild-Protagonisten tatsächlich in bildfüllender Funktion sichtbar zu machen, werden die geformt wie weicher Lehm: Proportionen werden verändert, ohne dabei die Gesamtheit des Körpers unharmonisch wirken zu lassen. Gliedmaßen werden an
Stellen verschoben, an denen sie für die Zwecke der Künstlerin „praktischer“ sind.
Innerhalb des dargestellten Körpers setzt eine mittelalterliche „Bedeutungsperspektive“ ein: Aspekte die der Absicht der Künstlerin entgegen kommen, werden groß und detailreich dargestellt, unnötige Elemente erscheinen vergleichsweise winzig und schmucklos, in der Detailarmut ihrer Oberfläche beinahe schemenhaft. Häufig von dieser Reduktion betroffen sind beispielsweise die Gliedmaßen menschlicher Motive, während ihre Köpfe und Gesichter aber um so gewaltiger auftreten.
Dabei basiert Frau Röpkes Arbeitsschema nicht auf der Zeichnung, sondern auf Farbflächen, die zuweilen ungeahnt große Dimensionen annehmen können. Die so „durchkomponierten“ Bild-Protagonisten wirken dadurch häufig etwas untersetzt, geradezu pummelig - und irgendwie niedlich. Es ist als würde die Künstlerin ihr eigenes Schönheitsideal propagieren: „big is beautiful… und kann trotz allem zierlich sein!“

In der Wahl ihrer Motive bedient sich Ilona Röpke meist der Tier- und Pflanzenwelt, aber auch menschliche Darstellungen oder die von Kulturgegenständen sind üblich. Beispielsweise scheint das Phänomen der Kaffeetasse einen hohen Stellenwert in der persönlichen Ikonographie der Künstlerin inne zu haben. Dies ist durchaus nachvollziehbar, verbindet man doch mit der Tasse auch gesellschaftliche Ereignisse wie Feste, das gemütliche beisammen sein mit dem Freunden, oder dem dazugehörigen „Kaffeeklatsch“.
Die Signatur ihrer Bildwerke wird von Frau Röpke sehr penibel durchgeführt - nur selten fehlt die genaue Datierung des Bildes. In Schreibschrift prangt ihr Vorname am Bildrand, nicht weniger stolz als Van Goghs „Vincent“.

Benjamin Westphalen, Kunsthistoriker
 

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