Druckversion

Jenny Kriszio

Jenny Kriszio

Jenny Kriszio (*20.02.1990) ist seit 2006 Mitglied der Künstlergruppe Wilderers.

Jenny Kriszio ist das jüngste Mitglied der Künstlergruppe. Trotzdem - oder gerade deswegen - legt sie Wert darauf, ungestört an ihrer Kunst arbeiten zu können, ohne dabei von anderen bevormundet oder verbessert zu werden. Dennoch genießt sie die Gemeinschaft der Gruppe.
Die Anregungen für ihre Bilder holt sich die Künstlerin aus der Popkultur. Über aktuelle Sportveranstaltungen und Trends ist sie durch aufmerksames Verfolgen der Medien stets informiert.
Ab und zu schleichen sich mehr oder weniger dezent Motive aus dem Fußballsport ein (eine grüne 96 für Hannover oder verschiedene Nationalflaggen wie bei einem Länderspiel).
Wenn sie sich für ein Thema entschieden hat, setzt sie es in einer naiven Malerei um. Dabei arbeitet sie mit Vorzeichnungen, die sie nachher so exakt mit Farbe ausfüllt, dass die Linien oftmals darunter verschwinden. Linien, die dem Bild dienlich sind (insbesondere Details wie Münder), werden entweder mit dem Bleistift nachgezogen sobald die Farbe trocken ist oder werden mit Farbe neu gezeichnet.
Viele bislang entstandenen Bilder der Künstlerin wirken sehr kindlich, was aber wahrscheinlich damit zu tun hat, dass sie der Künstlergruppe in einem sehr zarten Alter beigetreten ist: Sie war erst ??? Jahre alt und ging noch zur Schule. Ob die Unbekümmertheit wirklich ihren Stil prägt oder ob sie in ihrem nächsten Lebensabschnitt eine andere Bildstimmung entwickelt, muss sich erst noch zeigen.
Das Kindliche, Naive kann man beispielsweise an ihrer Darstellung von menschlichen Figuren ausmachen: Sie lachen fast immer über beide Ohren, Wangen und Nase sind knallrot, wie bei Clowns. Kinder möchten sich das Leben nur lustig und froh vorstellen und finden nach jeder Tragödie einen Grund um wieder froh zu sein.
Diese Atmosphäre bleibt in Jenny Kriszios Bildern bislang bestehen, obwohl ihre Themen mittlerweile nicht mehr so unschuldig sind wie es anfangs waren:
Auf ihren neusten Werken markiert sie ihre Figuren durch spitze Zähne häufig als Vampire, um ein Element romantischer Fantasie in ihren Bildern zu schaffen, das sie aus der aktuellen Popkultur übernommen hat (so auch eine Sandsteinstatue, die in der Projektwoche der Diakonie Himmelsthür nach ihrem Entwurf gemeißelt wurde und nun in Sorsum steht). Auffällig dabei ist, dass es sich meist um christianisierte Vampire handelt, die einen Kreuz-Anhänger um den Hals tragen. Es beweist den guten Willen der Figur und nimmt ihr den bedrohlichen Aspekt, denn ein Vampir, der von einem Kreuz keinen Schaden nimmt, kann ja nichts Schlechtes in sich haben. Die Bedrohung ist verschwunden. Was bleibt ist ein süßes Versprechen…
Christliche Motive, insbesondere Kreuze, findet man in Jenny Kriszios Bildern häufig. Engel haben häufig mit geliebten verstorbenen Personen zu tun. Die Erinnerungen an sie frisch zu halten und eine gute Beziehung zu Gott zu haben hat einen hohen Stellenwert für Jenny. Wenn sie ein Gespräch mit religiöser Thematik führen möchte, regt sie es ohne zu zögern an und möchte, dass es in Ernsthaftigkeit geführt wird. Auf ihren Bildern aber: Strahlende Gesichter.

Benjamin Westphalen, Kunsthistoriker
 

Aktuelles:
Impressum
Herausgeber

Diakonie Himmelsthür e.V.

Stadtweg 100
31139 Hildesheim
Tel.: 05121 604-0

Spendenkonto

Bank für Sozialwirtschaft

IBAN DE93 2512 0510 0004 4111 00
BIC BFSWDE33HAN

Link zum Diakonischen Werk der Ev.-luth. Landeskirche Hannovers

Seite empfehlen

Füllen Sie die Felder aus, und klicken Sie auf Senden, um diese Seite weiterzuempfehlen!

Code