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Bunter Martinsmarkt in Sorsum

Bunter Martinsmarkt in Sorsum

Herbstliche Begegnungen lassen das graue Novemberwetter vergessen

Hildesheim-Sorsum. Mit tropfenden Schirmen und beschlagenen Brillen kommen die Besucherinnen und Besucher in die Ernst-Kipker-Halle. Doch drinnen ist das graue Wetter schnell vergessen. An den bunten Ständen des Martinsmarktes der Diakonie Himmelsthür in Sorsum zeigen sich die schönen Seiten des Herbstes - im Angebot alles von herbstlicher Dekoration über kuschelige Strickware bis hin zu saisonalem Gemüse.

Der Martinsmarkt der Diakonie Himmelsthür hat Tradition. Zum 29. Mal fand er nun bereits statt, zum zweiten Mal wurde er organisiert von Miriam Raabe. Wie in jedem Jahr waren zahlreiche Werkstätten und Tagesförderstätten für Menschen mit Behinderung aus der Region an den Verkaufsständen beteiligt. Im Eröffnungsgottesdienst in der Elisabethkirche betont Carsten Wirges, Regionalgeschäftsführer der Diakonie Himmelsthür: „Beim Martinsmarkt steht die Begegnung im Vordergrund.“ Möglichkeiten zur Begegnung bieten neben den Verkaufsständen auch die kulinarischen Stände draußen und das Kuchen-Angebot im Festsaal.

In der Halle selbst gibt es vieles zu entdecken: Mit raschelndem Herbstlaub unter den Füßen kann man am Stand des Bioladens Klostergut Sorsum Kürbisse, Lauch und Rotkohl erstehen. Schülerinnen des Andreanums verkaufen selbst gebackene Kekse und wollen den Erlös an die Luise-Scheppler-Förderschule spenden. Die „Freunde der Diakonie Himmelsthür“ laden an ihrem Bücherstand zum Stöbern ein. „Seit 15 Jahren haben wir hier immer einen Stand“, erzählt Vereinsmitglied Martin Brodowski stolz. 

Für die Kinder ist an diesem Tag die Kletterwand der Anlaufpunkt Nummer Eins. Die sechsjährige Amalia Bergsu klettert schon zum vierten Mal heute hoch, erklärt sie stolz. Gesichert wird sie von Laisa Quitthat vom Kletterzentrum des Deutschen Alpenvereins Sektion Hildesheim. „Ich schaff’s bis ganz oben“, sagt Amalia - und läutet keine halbe Minute später an der Glocke direkt unter der Hallendecke. Kaum wieder unten, will sie am liebsten gleich noch mal.

Vor der Sporthalle lockt Schmied Falk Laxander neugierige Besucher an - nicht nur mit seinem Angebot an Schmuck und wetterfester Gartendeko, sondern vor allem mit lodernden Flammen und klirrendem Hammer. „Das wird ein Stab mit Haken“, erklärt der Schmied bei der Arbeit, „Den hat gerade ein Kunde für seinen Garten bestellt.“

In sein Hammerklirren mischt sich immer wieder Motorenknattern. Die „Emmerker & Elzer Treckerfreunde“ drehen mit dem Trecker ihre Runden auf dem Gelände und nehmen auf einem Hänger Besucher mit. Die sind hörbar begeistert, jemand ruft fröhlich „Tuut tuut!“. Der Fahrer Andreas Glanert von den Treckerfreunden hat seinen Spaß. Seine Kollegen am Einstiegsplatz auch, denn die als feuerfarbene Saurier verkleideten Stelzenläuferinnen von Hochkant flirten mit ihnen. Charmant halten die beiden Frauen auch die Tür zum Festsaal auf, wo der Musikzug der Freiwilligen Feuerwehr für Stimmung sorgt.

Das graue Novemberwetter stört da niemanden. Und es passt zum Anlass, findet Pastor Frank Hüsemann. Im Eröffnungsgottesdienst sagt er: „Bei der nassen Kälte draußen kann man sich etwas besser vorstellen, wie der Bettler gefroren haben muss, mit dem Sankt Martin seinen Mantel geteilt hat.“

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