Druckversion

Einmal olympische Luft schnuppern

Einmal olympische Luft schnuppern

Diakonie Himmelsthür engagiert sich beim Rahmenprogramm der Special Olympics

Hildesheim. Die Landesspiele der Special Olympics fanden in Hildesheim statt und die Diakonie Himmelsthür engagierte sich in großem Maße im Rahmen dieser Spiele für Menschen mit geistiger Behinderung. „Es ist für uns selbstverständlich gewesen, die Spiele mit unseren Angeboten zu begleiten und zu bereichern“, so Ulrich Stoebe, Vorstand der Diakonie Himmelsthür.

Die Special Olympics begannen mit einem Fackellauf vom Hildesheimer Marktplatz bis zur Veranstaltungshalle „Halle 39“, in welcher die Eröffnungsfeier stattfand. Zu Fuß und auf dem Fahrrad zogen Sportlerinnen und Sportler mit ihren Betreuenden und viele weitere Menschen gut gelaunt quer durch die Hildesheimer Innenstadt. Mit dabei waren auch Bewohnerinnen und Bewohner sowie Mitarbeitende der Diakonie Himmelsthür.

Bei der feierlichen und stimmungsvollen Eröffnungsfeier, die im Ablauf den großen olympischen Vorbildern folgte, trat unter anderem die Cheerleader-Gruppe „Die Butterflies“ aus dem Haus Triangel der Diakonie Himmelsthür auf. Unter Leitung von Claudia Rothenberger und Stefanie Masur führten die zehn Tänzerinnen ihre Choreographie vor. Die Zusatzarbeiten, das Bügeln der Kostüme und das Lampenfieber waren schnell vergessen, als die 1500 Zuschauer begeistert der Tanzdarstellung mit Sternchenkostümen und Cheerleaderpuscheln folgten und mit überwältigendem Applaus belohnten. „ Wir waren der Hammer und sind stolz wie Bolle“, waren sich die Tänzerinnen einig.

Gemeinsam mit der Lebenshilfe Hildesheim und der Stiftung Katholische Behindertenhilfe im Bistum Hildesheim veranstaltete die Diakonie Himmelsthür im Rahmen der Special Olympics auch ein Kulturbankett. 1200 Menschen kamen in die Hildesheimer Innenstadt und genossen auf dem Marktplatz und dem Platz An der Lilie ein leckeres Drei-Gänge-Menü. Beteiligt war auch die Catering Gesellschaft Himmelsthür (CGH), welche die Vorspeise vorbereitet hatte. Für die Versorgung mit Kaffee der vielen Gäste war das Café Himmelsthür beim Kulturbankett vertreten.

Einen besonderen Auftritt hatte die Rollstuhltanzgruppe „Heaven Rollers“ der Diakonie Himmelsthür. „Eigentlich hatten wir schon ganz lange eine Rollstuhltanzgruppe geplant", erzählt Yvonne Biegisch, Physiotherapeutin bei der Diakonie Himmelsthür. Doch immer fehlte der zündende Funke. Dass die Special Olympics 2017 in Hildesheim stattfinden sollten, habe dann den Anstoß gegeben. Sechs Rollstuhlfahrer, zwei Menschen mit Rollatoren und acht Mitarbeitende der Diakonie Himmelsthür, trafen sich erstmals im Dezember, um für den großen Auftritt zu proben. Zu Beginn warteten einige Herausforderungen auf die Tänzerinnen und Tänzer. „Wir haben allein vier oder fünf Monate gebraucht, bis wir in einer Reihe fahren konnten", erinnert sich Biegisch. Rechtzeitig zum Auftritt klappte das aber super und auch im Kreis und sogar in V-Form rollten die Tänzerinnen und Tänzer zur Musik.

Auf dem Gelände von Eintracht Hildesheim am Hohnsensee fanden ein großer Teil der Wettkämpfe sowie das wettbewerbsfreie Rahmenprogramm statt. An kreativ gestalteten und von vielen Freiwilligen begleiteten Stationen konnten sich so die Zuschauerinnen und Zuschauer, darunter auch Bewohnerinnen und Bewohner der Diakonie Himmelsthür, ausprobieren und Spaß haben. Trotz der zeitweise hohen Temperaturen nutzten viele gemeinsam mit Mitarbeitenden die Chance, ein wenig olympische Luft zu schnuppern. Der Fahrdienst der Immobilien- und Servicegesellschaft Himmelsthür (ISH) sorgte beständig dafür, dass ein reges Kommen und Gehen in der Olympic Town herrschte.

In der Olympic Town war die Diakonie Himmelsthür mit einem Informations- und Mitmachstand vertreten. Neben Informationen rund um das Unternehmen hatte ein Vorbereitungsteam ein vielfältiges Rahmenprogramm zusammengestellt: Mitmach-Yoga, Sitz-Tanz und Schwungtuchaktionen luden zum Mitmachen ein. Bei den mitreißenden Aufführungen der Bauchtanzgruppe des Kinder- und Jugendbereichs und der Flamenco-Gruppe der proWerkstätten blieben die Besucherinnen und Besucher der Olympic Town stehen und klatschten begeistert mit. Wer Entspannung brauchte, konnte sich massieren lassen und den Klängen des Klangtunnels lauschen.

Einer der Höhepunkte war der Besuch von Vertretern der Handball-Bundesliga Mannschaft des TSV Hannover-Burgdorf („Die Recken“). Das Maskottchen zog viele Blicke auf sich und nicht selten wurden Fotos mit dem großen, grünen Pferd gemacht. Auch die mitgebrachten Wurfspiele wurden interessiert und erfolgreich ausprobiert.

Miteinander, nicht gegeneinander war das Motto des 5-Kilometer-Laufes um den Hohnsensee zum Abschluss der Special Olympics. Sportlichen Ehrgeiz brachten alle mit, aber es ging mehr ums Dabeisein als um den Sieg - ganz im olympischen Sinne. „Wir laufen zum Spaß und um andere zu unterstützen“, sagten auch Nina Pape, Mitarbeiterin im Kinder- und Jugendbereich, und Physiotherapeutin Yvonne Biegisch vor dem Start. Sie gehörten zu dem bunt gemischten Team der Diakonie Himmelthür. Für Monika Nieft, Bewohnerin aus dem Haus Marienburger Höhe, wurde die Teilnahme zu einem überwältigenden Erlebnis. Dass sie ihre Runde geschafft hatte, der Zuspruch der Zuschauerinnen und Zuschauer entlang der Strecke, diese Erfahrung ließ sie Tränen der Freude vergießen.

Direkt im Anschluss ging es zur Abschlussfeier der Special Olympics. Und wie auch schon bei den Bundesspielen im vergangenen Jahr in Hannover war das Drachenboot der „Glücksritter“ dabei.

Mit an Bord auf dem Weg zum Jo Beach war Walter Meyer-Roscher, Vorsitzender der Freunde der Diakonie Himmelsthür als Ehrengast, sowie die Fackel mit dem olympischen Feuer. Auf den letzten Metern trug Jörg Trute, Athletensprecher der Special Olympics Niedersachsen, die Fackel. Er wird bereits auf der großen Bühne erwartet, wo er die Flamme dann gemeinsam mit Oberbürgermeister Ingo Meyer, dem niedersächsischen Innenminister Boris Pistorius und Walter Meyer-Roscher ausbläst - die Spiele sind beendet. Unter den Zuschauern und Zuschauerinnen steht auch Sabine Schmitz, Geschäftsführerin der Special Olympics Niedersachsen, und macht ein zufriedenes Gesicht: „Ich bin begeistert von Hildesheim und von den Menschen hier.“

Aktuelles:
Impressum
Herausgeber

Diakonie Himmelsthür e.V.

Stadtweg 100
31139 Hildesheim
Tel.: 05121 604-0

Spendenkonto

Bank für Sozialwirtschaft

IBAN DE93 2512 0510 0004 4111 00
BIC BFSWDE33HAN

Link zum Diakonischen Werk der Ev.-luth. Landeskirche Hannovers

Seite empfehlen

Füllen Sie die Felder aus, und klicken Sie auf Senden, um diese Seite weiterzuempfehlen!

Code