Musik und Clownerie beim Sommerfest der Diakonie Himmelsthür in Wietze
Das Sommerfest der Diakonie Himmelsthür in Wietze hat bekanntlich ein Schönwetter-Abo. Dass die Temperaturen diesmal gefühlt noch ein paar Grad höher waren als im Rest des Ortes, lag allerdings nicht am ohnehin vorsommerlich gestimmten Petrus, sondern am Besuch aus Winsen: Die Banda Batida Latina – „eine Bande trommelnder Weiber“ – heizte mit Samba- und Merengue-Rhythmen ein.
Für viele Gäste des Sommerfestes, die zum Teil aus Hamburg, Bielefeld oder Berlin angereist waren, gehörten die Auftritte der Trommelgruppe zu den Höhepunkten des Tages. Vor allem ließen sich die Bewohner des Wohnheims für Menschen mit geistigen Behinderungen von den südamerikanischen Grooves begeisterten: Sie tanzten oder stimmten mit Rasseln in den Rhythmus ein.
Der Kontakt zur Banda Batida Latina sei zufällig entstanden, erzählte Manfred Schön, Fachbereichsleiter bei der Diakonie Himmelsthür. Die Leiterin der Gruppe, Sandra von der Kammer, habe in dem Wohnheim ein Praktikum absolviert. Und dabei sei irgendwann die Idee für den Trommel-Auftritt entstanden.
Für Manfred Schön war es nach fast 30 Jahren das letzte Sommerfest, zumindest in seiner Funktion als Leiter des Hauses in Wietze. Im Winter wird er in den Ruhestand verabschiedet werden. Vorher hat er noch eine wichtige Veränderung realisiert: Die Verwaltung zieht um, das bisherige Verwaltungsgebäude wird ein Wohnhaus für bereits sehr selbstständige Menschen mit Behinderungen, die den Umzug in eine eigene Wohnung in Celle planen. Diese Trainingsphase für das so genannte begleitete Wohnen werde wohl etwa ein Jahr dauern, so Manfred Schön.
Doch an diesem Tag standen keine Zukunftspläne, sondern einfach nur das Feiern im Mittelpunkt. Die mit 16 Mitgliedern angereiste Jugendfeuerwehr Wietze betreute zahlreiche Spielstände von der Drehscheibe bis zur Hüpfburg, auch andere Klassiker wie Torwandschießen, Tombola, Bewohnerflohmarkt und natürlich das formidable Kuchenbüffet durften nicht fehlen. Und immer wieder tauchte eine Clownin zwischen den Besuchern auf, um ihre Späße mit ihnen zu treiben. Am Ende des Nachmittags waren sich Bewohner und Gäste völlig ein: Ein rundum gelungenes Fest!
Text und Foto: Kultur & Kommunikation (Ralf Neite)