
Erst spendete Oliver Geissler von der CitiPost 1250 Euro für die Schülermitverantwortung, anschließend überreichte Johanna Hämel einen Scheck der Stiftung Himmelsthür: 5000 Euro für das Schulprojekt „Unterstützte Kommunikation“.
Die Elisabeth-Kirche der Diakonischen Werke Himmelsthür in Sorsum war bis auf den letzten Platz gefüllt, die Veranstalter mussten sogar noch Stühle ins Foyer stellen. Nach einem musikalischen Auftakt durch das Klassenorchester der 6M des Gymnasiums Andreanum begrüßte Schulleiterin Hanna Geyer gut gelaunt die Gäste. Der Festakt sei nur der Anfang, „wir haben in diesem Jahr noch viel vor“. Die Schülermitverantwortung habe die Idee gehabt: „Wenn schon 30. Geburtstag, dann können wir auch 30 Tage feiern!“
Hanna Geyers erster Dank galt denn auch den aus ganz Norddeutschland kommenden Schülerinnen und Schülern, „dass sie uns täglich aufs Neue herausfordern“. Und zwar „immer wieder auf wundervolle Weise“. Die Lehrerschaft der staatlich anerkannten Förderschule mit dem Schwerpunkt geistige Entwicklung schloss sie gleich in ihren Dank ein und bezeichnete sie als „eine Schar engagierter und kreativer Individualisten“.
Pastor Ulrich Stoebe, Direktor der Diakonischen Werke Himmelsthür als Träger der Schule, hob die individuelle Förderung jedes Schülers als besonderes Merkmal der Luise-Scheppler-Schule hervor. Jeder habe seinen eigenen Lernplan, abgestimmt auf die sehr unterschiedlichen und speziellen geistigen und körperlichen Beeinträchtigungen. Ziel für die Schüler sei es, die Ohnmacht zu überwinden und Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten zu entwickeln. „Ich glaube, in einer Förderschule erfährt man mehr als anderswo, dass jeder eine unverwechselbare Persönlichkeit ist“, sagte Ulrich Stoebe.
Diesen Ansatz habe vor rund 200 Jahren bereits die Namensgeberin der Schule vertreten, so Pastor Rudolf Wolckenhaar, Direktor i.R. und Gründer der Luise-Scheppler-Schule. Praktische Fertigkeiten, Geografie, Naturkunde und der christliche Glaube hätten im pädagogischen Konzept der Kinderschulen Luise Schepplers im Mittelpunkt gestanden.
Christian Pütter, Projektleiter im Niedersächsischen Kultusministerium, bescheinigte der Luise-Scheppler-Schule große Erfolge bei der Neuorganisation des Schullebens. Größere Eigenverantwortung sei ein wichtiges Thema im ganzen Bildungssektor: das Erstellen von Schulprogrammen, pädagogischen Leitbildern, klaren Zielvorgaben, neue Initiativen beim Qualitätsmanagement und in der Finanzorganisation. Pütter zum Scheppler-Kollegium: „Das sind fast durchweg Merkmale, die Sie bereits verwirklicht haben. Andere Schulen können von Ihnen lernen.“
Großes Lob kam auch von der Schulelternrats-Vorsitzenden Martha Se-Baradar. Sie dankte für die Offenheit der Schulleitung, der Lehrer und Therapeuten den Eltern gegenüber und schloss mit den Worten: „Wir können sicher sein, dass unsere Kinder es hier gut haben.“
| festakt schulleiterin.jpg | 602 kB | Bild Festakt Hanna Geyer | |
| festakt_30_jahre.doc | 34 kB | Pressemitteilung 30 Jahre Luise-Scheppler-Schule, 11. Mail 1007 |