Diakonie Himmelsthür

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12.06.2009

Glockenschlag für die nächsten 125 Jahre

Auf dem Hüpfkissen wurden zum Teil gewagte Sprünge ausprobiert.

200 Menschen beim Sport- und Bewegungsfest der Luise-Scheppler-Schule

Mit einem Glockenschlag läutete Andreas Fuhrmann das Sport- und Bewegungsfest der Luise-Scheppler-Schule ein – und die Zukunft der Diakonie Himmelsthür. „Bewegt in die nächsten 125 Jahre“, lautete das Motto passend zum Jubiläum der Einrichtung für geistig behinderten Menschen. Bei einem so hohen Anspruch war es durchaus angemessen, dass der Schüler seine ganze Geschicklichkeit einsetzen musste, um die Glocke zu erreichen: Sie hing am oberen Ende einer kniffligen Kletterwand.

Auch in den nächsten fünf Stunden war die Kletterwand die Hauptattraktion für die knapp 200 Menschen beim Sportfest. Hier konnte man nicht nur seine Geschicklichkeit erproben, sondern auch Ängste abbauen. Neben Kindern und Jugendlichen von der Luise-Scheppler-Schule begaben sich auch zwei Klassen der Grundschule Sorsum auf den Parcours. Durch ihre Beweglichkeit seien sie eine gute Motivation für die geistig behinderten Kinder gewesen, freut sich Hanna Geyer, Leiterin der Luise-Scheppler-Schule.

Bewegung muss nicht immer anstrengend, sondern kann auch entspannend sein – wie in der Tuchschaukel. Unterstützt und begleitet wurden sie bei den 30 kniffligen und oft witzigen Stationen wie Slackline-Balancieren, Trampolin oder Frisbee-Golf nicht nur von Lehrern, sondern auch von ehrenamtlichen Helfern des Freundevereins der Diakonie Himmelsthür. Hinzu kamen 30 angehende Heilerziehungspfleger der Herman-Nohl-Schule. „So zupackend habe ich selten jemand erlebt“, staunte Sportlehrer und Organisator Kai Feldmann. Toll sei auch der Einsatz der SMV (Schülermitverwaltung) gewesen, die ihre Spieltonne mitbrachte und sie selbst betreute.

Höhepunkt des Festes war der abschließende Lauf um den Brunnenhof. Jeder bewältigte die Etappe auf seine Weise – laufend oder im Rollstuhl. „Es hat eine wirklich schöne Stimmung geherrscht“, zieht Schulleiterin Hanna Geyer Bilanz. Sogar das Wetter spielte halbwegs mit: Der Wind wartete bis zum Schluss, bevor er die große Hüpfburg aus der Verankerung riss.

Text: Ralf Neite, Fotos: Burghard Aickele

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