Im Sommer 2007 feierte die Diakonie Himmelsthür das 40. jährige Bestehen der Poppenburg als Behinderteneinrichtung.
Die Existenz der Poppenburg ist erstmals für das Jahr 1049 belegt. Sie war ein Königsgut, das Heinrich III dem Bistum Hildesheim schenkte. Das mächtige wohnturmartige Palais wurde Ende des 14. Jahrunderts zur Zeit Bischofs Gerhard gebaut. Die Burg diente als Schutz für den Leineübergang, der damals schon exisitierte und Teil einer Handelsstraße von Köln über Hildesheim nach Magdeburf war. Die Kapelle entstand knapp 300 Jahre später.
Die Besitzverhältnisse der Poppenburg wechselten immer wieder, bis 1963 die Diakonie Himmelsthür Gebäude und Grundstück kaufte und vier Jahre lang renovierte. 1967 zogen mehr als 70 geistig behinderte Frauen ein, die in Mehrbettzimmern wohnten - eine einzige große Lebensgemeinschaft. Heute gibt es nur noch Einzel- und Doppelzimmer, die 41 Bewohnerinnen und Bewohner teilen sich auf vier Wohngruppen auf.