Diakonie Himmelsthür

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09.10.2008

„Aufarbeitung der SED-Diktatur“ beim Jubiläum des Freundevereins

Freundesmahl, 21. November 2008, Sorsum: Marianne Birthler, Bundesbeauftragte für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes, hält Festvortrag.

Mit einem Freundesmahl am Freitag, 21. November, feiert der Verein „Freunde der Diakonie Himmelsthür sein 25-jähriges Bestehen. Den Festvortrag hält Marianne Birthler, die seit dem Jahr 2000 Bundesbeauftragte für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen DDR ist. „Wider das Vergessen – die Aufarbeitung der SED-Diktatur“ lautet ihr Thema. Beginn der Veranstaltung ist um 17.30 Uhr in der Ernst-Kipker-Halle der Diakonie Himmelsthür in Sorsum.

Marianne Birthler, Jahrgang 1948 und gelernte Außenhandelswirtschafterin, ist in der ehemaligen DDR aufgewachsen. Dort war sie von 1987 bis 1990 Jugendreferentin in der evangelischen Kirche, initiierte in dieser Zeit das „Berliner Kontakttelefon“ an der Gethsemane-Kirche, arbeitete unter anderem beim Zentralen Runden Tisch mit und war nach der Maueröffnung Volkskammerabgeordnete der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen. Anschließend war sie Ministerin für Bildung, Jugend und Sport im Land Brandenburg, bevor sie 1993 Sprecherin der Partei wurde. Im September löste sie Joachim Gauck als Bundesbeauftragte für Stasi-Unterlagen ab.

Nach dem Vortrag und musikalischen Beiträgen des Bewohnerchors und des Blechbläser-Ensembles „Magno Gaudio“beginnt das Wohltätigkeitsmahl. Mit dem Erlös unterstützt der Freundeverein Freizeitaktivitäten der geistig behinderten Bewohner der Diakonie Himmelsthür, die aus dem normalen Budget der Einrichtung nicht finanziert werden könnten. Anmeldungen für das Freundesmahl sind bis zum 26. November telefonisch unter der Nummer 604-201 oder per E-Mail via freunde.der@dw-hi.de möglich.

Text: Ralf Neite


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